Notfallpsychologie

Notfallpsychologie spielt eine wichtige Rolle für Unternehmen, um angemessen auf Krisensituationen zu reagieren und die psychische Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu schützen. Sie umfasst drei wesentliche Bereiche: Vorbereitung und Schulung, Akutintervention sowie Nachbehandlung.

Im Bereich der Vorbereitung und Schulung werden Mitarbeiter*innen auf mögliche Notfallsituationen vorbereitet. Dies beinhaltet die Vermittlung von Wissen über Stressbewältigung, Kommunikationstechniken und psychische Erste Hilfe. Durch gezielte Schulungsmaßnahmen können Mitarbeiter*innen besser mit Belastungen umgehen und sind in der Lage in Notfällen angemessen zu handeln.

Notfälle in Unternehmen stellen nicht nur eine akute physische Gefahr dar, sondern können auch erhebliche psychische Auswirkungen haben. Eine schnelle und professionelle Intervention ist daher entscheidend, um Folgeschäden zu verhindern. Akutinterventionen in Form von psychologischer Betreuung und Beratung stehen den Betroffenen unmittelbar nach einem Notfall zur Verfügung, um ihnen bei der Bewältigung von Traumata und emotionalen Belastungen zu helfen.

Bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise Mitarbeiter*innen in Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Banken, Sparkassen, Berufskraftfahrer*innen, im Bahnwesen oder Menschen, die mit Maschinen arbeiten, sind einem erhöhten Risiko für Notfallsituationen ausgesetzt. Für diese Gruppen ist es besonders wichtig, dass geeignete Maßnahmen der Notfallpsychologie implementiert werden, um ihre psychische Gesundheit zu schützen und mögliche berufsbedingte Traumata zu verhindern.

Ein*e Notfallpsycholog*in kann in Betrieben bei unterschiedlichsten Vorfällen herangezogen werden, zum Beispiel:

  • Arbeitsunfälle, Beinahe-Unfälle
  • Plötzliche Todesfälle
  • Gewalt und Gewaltandrohung
  • Suizid oder Suizidversuche
  • Eskalierenden Konflikten


Weiters unterstützen Notfallpsycholog*innen das Management in der internen und externen Kommunikation, um sich in Krisensituationen adäquat zu verhalten.